Der Start erfolgt um 7:00 Uhr. Das Heizelement wird eingeschaltet, Kaffee steht bereit, die Arbeitskleidung ist angezogen.
Um 8:00 Uhr wird eingemaischt – 30 kg Malz treffen auf heißes Wasser und viel Vorfreude. Geplant ist eine Kombirast bei 68 °C, doch der Brewtower entscheidet sich für 69 °C. Knapp daneben – Bier wird`s trotzdem.
Nach einer Stunde ist Jodnormal erreicht.
Das Läutern gelingt perfekt und schnell.
50 l Anschwänzwasser mit 78 °C stehen für den Nachguss bereit. Die Pumpe arbeitet herforragend das Anschwänzwasser wird gleichmäßig verteilt.
Nach 45min ist das Läutern erledigt! TOP!
Das Kochen der Würze läuft gut. Hopfengaben stellen kein Problem dar alles soweit im Lot
Ein echtes Highlight: Felix, der Schülerpraktikant, ist heute der heimliche Held. Während oben gebraut wird, schrotet er im Keller bereits das Malz für den zweiten Sud. Ohne Felix würde der Zeitplan direkt in den Gärbottich fallen.
Um 12:00 Uhr wird direkt der zweite Sud eingemaischt. Multitasking deluxe: oben Maische, unten Hopfenkochen. Dieses Mal mit drei Rasten – 55 °C, 64 °C, 72 °C – und diesmal fast wie aus dem Lehrbuch. Der Brewtower und das Team werden langsam Freunde.
Kühlen, Kleckern, und die Rettung durch Achim
Während oben noch die Maische dampft, beginnt unten die Kühlung – und das echte Brauerleben zeigt sich: Würze verstopft die Pumpe – Chaos. Alles auf dem Boden. Alle klebt die Klamotten versaut….
… Dank dem Bodenablauf den Achim eingebaut hat, war die Sauerei schnell beseitigt – Danke Achim!.
Am Ende folgt der Moment der Wahrheit: Geplant sind 13,5 °P Stammwürze, tatsächlich werden es nur 12,2 °P. Das kann passieren – der erste Sud dient schließlich zum Lernen (und zum Trinken natürlich auch).
Gegen 16:00 Uhr sind die ersten 140 Liter bei 30 °C im F300. Um 19:00 Uhr folgen die nächsten 140 Liter, diesmal punktgenau bei 28 °C. Die perfekte Anstelltemperatur für 120 Gramm Kveik Voss – und die Hefe legt los, als hätte sie auf diesen Moment gewartet.
Die Voss geht ab wie Schmitz’ Katze. Nach der ganzen Arbeit bleibt nur noch eins:
Zurücklehnen, das Blowout blubbern hören – und zufrieden grinsen!